Mieter fragen, wir antworten

Übermäßiger Partylärm in der Wohnung oder im Garten berechtigt den Vermieter in Extremfällen zur fristlosen Kündigung. Das allerdings erst nach zuvor erteilter erfolgloser Abmahnung. Mieter müssen prinzipiell Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen und ab 22 Uhr auf die Einhaltung der Nachtruhe achten (OLG Düssel­dorf, WM 96, 56).

Immer wieder wird die Frage an uns herangetragen, welche Kündigungsfristen von Erben einzuhalten sind. Hierzu gibt es eine klare Regelung. Das Mietverhältnis zwischen den Vertragsparteien endet grundsätzlich nicht mit dem Tod des Mieters. Es gelten hier die Vorschriften der §§ 563 und 564 BGB.

Gemäß § 580 BGB ist bei Tod des Mieters sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats, nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der gesetzlichen Dreimonatsfrist zu kündigen. Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig (z.B. Eingang der Kündigung am 3.1.2013 Mietende 31.3.2013).

Stirbt das Mitglied, so setzt der verbleibende, im gemeinsamen Hausstand lebende Ehegatte die Mitgliedschaft fort. Hierzu bedarf es einer schriftlichen Willenserklärung, welche in dem Jahr, wo der Erbfall eingetreten ist, bei der GWG abgegeben werden muß. Gleichzeitig ist eine Kopie der Sterbeurkunde einzureichen. Zu diesem Thema sehen Sie bitte auch in unserer Satzung unter § 9 nach.

Sollten Sie Interesse an einer Wohnung bei der GWG „Eigenen Scholle“ eG haben, so ist es dringend notwendig einen Wohnungsantrag bei uns zu hinterlegen. Diesen finden Sie zum einen auf unserer Homepage unter Wohnungsangebote oder können diesen persönlich in unserer Geschäftsstelle entgegennehmen. Sofern dieser ausgefüllt bei uns vorliegt, können wir Ihnen entsprechenden Wohnraum anbieten. Sollte dann eine Wohnung nach Ihren Vorstellungen gefunden worden sein, wird Ihr Wohnungsantrag unserer Wohnungskommission zur Prüfung vorgelegt, welche letztendlich darüber entscheiden, ob Sie diese Wohnung anmieten können. Sofern die Wohnungskommission Ihrem Wohnungsantrag zugestimmt hat, können wir Ihnen die Bankverbindung zur Einzahlung der Aufnahmegebühr und der Genossenschaftsanteile übermitteln. Nach Zahlungseingang erfolgt dann die Aufnahme als Mitglied und die Erstellung des Nutzungsvertrages sowie deren dazugehörigen Unterlagen. In der Regel erhalten Sie dann den Nutzungsvertrag zugesandt, damit dieser in Ruhe durchgelesen und unterschrieben werden kann. Sofern alle Unterlagen unterschrieben in unserer Geschäftsstelle vorliegen und die Kautionszahlung bei uns eingegangen ist, kann dann die Wohnungsübergabe (inkl. Schlüsselübergabe und Ablesung der Zählerstände) erfolgen.

Verspüren Sie den Wunsch, sich ein Haustier anzuschaffen, dann ist folgendes dringend zu beachten:

  • das Halten von Kleintieren bedarf keinerlei Genehmigung des Vermieters
  • Kleintiere sind Tiere, die keine Störung bei Nachbarn hervorrufen können und keine Schäden an der Wohnung verursachen, sofern Sie in üblicher Zahl und Art gehalten werden; darunter fallen zum Beispiel Wellensittiche und andere Kleinvögel, Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, Rennmäuse, Zierfische in Aquarien bis 200 Liter und ähnliche Tiere
  • gefährliche un giftige Tiere sind nicht erlaubt
  • Hunde oder Katzen sind keine Kleintiere und bedürfen vor Anschaffung des Tieres einer schriftlichen Genehmigung des Vermieters
  • gleiches gilt für jegliche Tiere in großen Populationen von mehr als 10 Stück
  • bei der GWG „Eigene Scholle“ eG sind in der Regel Hunde bis 40 cm Schulterhöhe durchaus erlaubt, Ausnahmegenehmigungen für größere Rassen können erfolgen

Sollten Sie vorab keine schriftliche Genehmigung seitens der GWG „Eigene Scholle“ eG eingeholt haben,  so verstoßen Sie gegen Ihre mietvertraglichen Verpflichtungen und riskieren eine Abmahnung bis hin zur fristlosen Kündigung Ihres Mietverhältnisses.

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